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3. JuDy-Freizeit vom 16. bis 20. Mai 2002 in Dänemark:

Am Ende waren wir 15 uns alle einig: "Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst!"

Für die einen war es ein Wiedersehen, andere lernten eine bunt gemischte Gruppe kennen, deren jüngster Teilnehmer gerade mal 5 Monate jung war. Für mich war es das erste Treffen und im nachhinein muss ich sagen, dass sich die rund 1800 km (hin und zurück) gelohnt haben. Schließlich hat nicht jeder das Meer sozusagen direkt vor der Haustür. Von unseren Ferienappartements mit Gemeinschaftsraum und eigener Großküche waren es nur fünf Fußminuten an den Strand.

Bei einer Erkundungstour entlang der Küste haben wir auch einen der zahlreichen Leuchttürme bestiegen, um uns einen Überblick jenseits des Strands zu verschaffen. Mit strahlendem Sonnenschein war dies natürlich die ideale Mischung, um einen Nachmittag am Strand zu verbringen und sich bei Gespräch und Spiel näher kennen zu lernen. Ein paar ganz Mutige haben sich sogar (zumindest ein paar Sekunden) ins kalte Nass gewagt. Eigentlich war das Wetter schon zu gut, denn am nächsten Morgen hatten fast alle eine äußerst kräftige Gesichtsfarbe aber auch an anderen Stellen hatte der Sonnenbrand zugeschlagen.

Da kam es eigentlich gerade recht, dass es am nächsten Tag doch etwas kühler war. Zu verdanken hatten wir dies wohl jemanden (?) aus unserer Gruppe, denn wenn man seinen Teller nicht brav leer isst, soll das Wetter sich ja bekanntlich verschlechtern. Der fehlende Sonnenschein konnte uns allerdings nicht daran hindern, unsere Aktivitäten munter fort zusetzten. Ganz im Gegenteil. In der Phänomenta in Flensburg konnten wir Natur und Technik erleben und begreifen. Interessante und verblüffende Versuche galt es an über 120 Stationen selbst auszuprobieren. Nicht nur wir, sondern auch die Veranstalter haben noch etwas dazu gelernt. Wer z.B. wissen will, wie man Seifenblasen herstellt und wieder beseitigt, sollte sich am Besten an Sabine wenden.

Erfahrungen in der Gruppe waren in diesen Tagen das Wichtigste und standen im Mittelpunkt der diesjährigen Freizeit. Leider hat sich ein Treffen mit Experten in diesem Jahr terminlich nicht vereinbaren lassen. Fragen und Antworten über Dystonie kamen aber trotzdem nicht zu kurz: Eigene Erfahrungen mit Ärzten, Behandlungsmethoden und die großen und kleinen Hürden im Alltag - von denen es in diesen Tagen kaum welche zu geben schien - wurden ausgetauscht.

Gelegenheit zum Gedankenaustausch gab es reichlich: Beispielsweise beim Frühstück, wo von einer Gruppe jedoch noch keine Rede sein konnte, da alle nur kleckerweise und noch verschlafen eintrudelten. Da ist es schon gut, wenn man genug Kaffee eingekauft hat, um die müden Geister wieder munter zu bekommen (Lieber eine Packung Kaffee mehr einkaufen Erfahrungssache!

Allabendlich wurde ein riesiges Lagerfeuer entfacht, natürlich nicht, ohne wenigstens einmal Stockbrot, Würstchen und Kartoffeln gegrillt zu haben wie sich das für ein traditionelles Lagerfeuer gehört... nur die Gitarrenmusik hat gefehlt. Hoffentlich denkt unser Musikus das nächste mal an seine Klampfe und dann musst Du doch noch singen, Astrid!

Liebe Grüße an alle, die ich in meinem Bericht noch nicht namentlich oder durch Andeutungen erwähnt habe!


Simone Steuer

erschienen in der DYSTONIE Aktuell Nr. 17 im Herbst 2002


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