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Oppenheim-Preis

Die Deutsche Dystonie-Gesellschaft (DDG) schreibt alle zwei Jahre den mit 5.000 Euro dotierten Oppenheim-Preis aus. Der Preis dient der Förderung der klinischen Forschung wie auch der Grundlagenforschung im Gebiet der dystonen Erkrankungen. Mit ihm sollen vor allem jüngere Forscher unter 40 Jahren aus dem deutschsprachigen Bereich für Arbeiten zur Ätiologie, Pathogenese, Diagnostik und Therapie der Dystonien und zur psychosozialen Situation von Dystonie-Betroffenen ausgezeichnet werden.

Es werden nur Arbeiten (Originalartikel, Promotionen, Habilitationsarbeiten) berücksichtig, die innerhalb der letzten beiden Jahre veröffentlicht oder zur Veröffentlichung angenommen wurden. Kandidaten können sich selbst für den Preis bewerben, daneben sind auch Fremdnennungen möglich. Eine bereits früher oder gleichzeitig an anderer Stelle eingereichte Arbeit darf nicht mehr für den Oppenheim-Preises vorgelegt werden.

Die Begutachtung der eingereichten Anträge erfolgt durch drei Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates der DDG. Die abschließende Entscheidung über die Preisverleihung trifft der Vorstand der DDG auf der Basis der Gutachtervorschläge.

Die Preisverleihung erfolgt in der Regel auf der jeweiligen Jahrestagung der DDG. Bewerbungen richten Sie bitte in 3-facher Ausfertigung bis zum 31. Januar des entsprechenden Jahres an die Deutsche Dystonie Gesellschaft.

Oppenheim-Preisträger

2008

  • Prof. Dr. Angelika Richter und Dr. Melanie Hamann, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Freie Universität Berlin
    für ihre Arbeiten: Age related changes in parvalbumin-positive interneurons in the striatum, but not in the sensorimotor cortex in dystonic brains of the dtSZ hamster und
    The genetically dystonic hamster: An animal model of paroxysmal dystonia

2006

  • Priv.-Doz. Dr. Bernhard Haslinger und Dipl.-Phys. Dr. med Christian Dresel, Neurologische Klinik des Klinikums rechts der Isar München
    für ihre Arbeiten: Silent event-related fMRI reveals reduced sensorimotor activation in laryngeal dystonia und
    Silent event-related fMRI reveals deficient motor and enhanced somatosensory activation in orofacial dystonia

2003

  • Priv.-Doz. Dr. Hartwig Siebner, Universitätsklinkum Schleswig-Holstein, Klinik für Neurologie
    für seine Arbeit: Akute Reorganisation im motorischen System bei Schreibkrampf

2002

  • Prof. Dr. Joachim K. Krauss, Neurochirurgische Klink der Universität Mannheim
    für seine Arbeit: Die chronische Pallidumstimulation bei Patienten mit zervikaler Dystonie und schweren zervikalen Dyskinesien mit zervikaler Myelopathie
  • Priv.-Doz. Dr. Andreas Kupsch, Neurologische Klinik der Charité Berlin
    für seine Arbeit: Einfluss der Frequenz bei der pallidalen Tiefenhirnstimulation gegen primäre Dystonie

2001

  • Priv.-Doz. Dr. Markus Naumann, Neurologische Klinik der Universität Würzburg
    für seine Arbeit: Funktionelle Bildgebung bei Dystonien

2000

  • Dr. Christine Klein, Klinik für Neurologie, Medizinische Universität zu Lübeck
    für ihre Arbeit: Molekulargenetische Untersuchungen bei primären Dystonien und Dystonie-Plus Syndromen
  • Dr. Oliver Bandmann, Klinik für Neurologie, Universität Marburg
    für seine Arbeit: Neurogenetik der Dopa-Responsiven Dystonie

Verfahrensregeln:

  • Der Oppenheim-Preis wird alle zwei Jahre vergeben.
  • Die Dotierung des Preises beträgt 5000,- Euro für Arbeiten (d. h. fertiggestellte Promotionen, Habilitationen, Manuskripte für Originalveröffentlichungen, - nicht für Abstrakts), über wissenschaftliche Untersuchungen zur Ätiologie, Pathogenese, Diagnostik und Therapie der Dystonie bzw. der psychosozialen Auswirkungen der Erkrankung auf Dystonie-Betroffene.
  • Der Preisträger sollte in der Regel jünger als 40 Jahre sein.
  • Die Arbeit kann innerhalb der letzten beiden Jahre veröffentlicht worden oder noch unveröffentlicht sein. Der Preisbewerber muß Erstautor sein. Eine bereits früher eingereichte Arbeit kann in den folgenden Jahren zugelassen werden, wenn sie grundlegend neue Erkenntnisse bringt.
  • Der Bewerber soll aus dem deutschsprachigen Raum kommen (BRD, A, CH), Forschungsarbeiten können aber im Ausland durchgeführt worden sein.
  • Die Arbeit kann in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden. Der Preisträger muss eine deutsche Kurzfassung zur Verfügung stellen.
  • Die Arbeiten müssen in dreifacher Ausfertigung, mit Lebenslauf und einer Erklärung, dass die Arbeit nicht für andere Preise eingereicht worden ist, an die DDG geschickt werden.
  • Die Verleihung von Urkunde, Scheck und Referat des Preisträgers ist auf der Jahrestagung der DDG in dem jeweiligen Jahr vorgesehen.
  • Der Vorstand der Deutschen Dystonie Gesellschaft e. V. reicht die Arbeiten an die vorher zu benennenden Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates weiter (Rotation des Preiskommittees). Bewertungssystem bei mehreren Arbeiten durch Abstimmung der Begutachter.
  • Der Vorschlag der Gutachter über Preisträger soll innerhalb von 6 Wochen vorliegen.
  • Der Vorstand der Deutschen Dystonie Gesellschaft e. V. entscheidet über Vergabe mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder.


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